Am 29.Juli 1899 wurde unter dem damaligen Bürgermeister Dr. Johann Schauer zwischen der Stadtgemeinde Wels und der Österreichischen Union Elektrizitätsgesellschaft in Wien der Vertrag zur Gründung der Aktiengesellschaft unter der Firma „Elektrizitätswerk in Wels“ geschlossen.

Für die Errichtung eines Wasserkraftwerkes wurde ein sogenanntes schräges Sturzwehr errichtet und ein Ausleitungskanal mit einer Länge von 2,1 km gebaut.

1. Februar 1901: Der Betrieb unter eigener Firma, mit Anschlüssen von rund 250 KW für Licht- und Kraftabgabe wird aufgenommen.

1911 wird eine Turbine samt Generator mit 1000 PS neu aufgestellt und die Transformatorenstation in Traunleiten bedeutend vergrößert.


1920:
Erweiterung der Wehranlage

1921: In diesem Jahr zerstört ein katastrophales Hochwasser das alte Wehr. Die Konstruktion des Wehres und der linksufrigen Wehrbauten war eine heikle und kostspieleige Angelegenheit. Es wurden ein neues Dachwehr, und bewegliche Stauklappen geschaffen. Die Fertigstellung zieht sich in das Jahr 1924 hinein. Der Einbau eines großen Turbinen-Aggregates wird durchgeführt.

1924: Tieferlegung des Unterwasserkanals.
Vier neue Transformatorenstationen und ein 10.000-Volt-Kabelnetz werden errichtet.

1927 wird der notwendig gewordene Ausbau der Kraftstation in Angriff genommen.

1929 werden zwei neue Kaplan-Turbinen (Maschine 1 und 2) in Dienst gestellt.

1930: Brandkatastrophe: Wiederaufbau- und Instandsetzungsarbeiten der schwer beschädigten Kraftstation.

1935 werden Erneuerungsarbeiten an der Wehr begonnen. Umbau auf eine Schußwehr. Ausbau der linksufrigen Schotterschleuse am Welser Traunwehr.

1949 wird die neue Konstruktion eines modernen Klappenwehres in Angriff genommen

1951 werden die Maschinen 3 und 4 in Betrieb genommen

1965: Inbetriebnahme des Wehrkraftwerkes (WKW)

1969: Sanierung OW-Kanal linksufrig durch Asphaltdichtung.

1970: Inbetriebnahme des 5 Turbinensatzes samt Generator.
Von der Firma VÖEST wird die neue Rechenreinigungsmaschine (RRM) geliefert und installiert.

1975 wird die 2. Baugleiche RRM, die im Eigenbau erzeugt wurde, in Betrieb gesetzt.

1976
kommt es zum Einbau einer Stahlkragschwelle vor dem Kanaleinlauf.
Nach Erneuerungsarbeiten sind die Wehrverschlüsse des KW Traunleiten fernsteuerbar.

1979, 1985 u. 1987
werden jeweils die Maschinen 3,4 und 5 generalsaniert.

1991: Es werden umfangreiche Sanierungsarbeiten am KW Traunleiten durchgeführt.

Der Auslauf der Maschine 5 wurde um 0,8m abgesenkt. Der OW-Kanal wird rechtsufrig mit einer schrägen Asphaltdichtung, teilweise mit Ortbetonverkleidung und einer Natursteinmauer ausgekleidet.


Auf der rechten Uferseite werden Flachwasserzonen und Biotope angelegt. Der UW-Kanal wird eingetieft und verlegt, der Hang abgestützt.

1995
kommt es zu Erneuerungsarbeiten in der Warte: die Schallschutzkabine wird erweitert, ein modernes Schaltpult wird eingebaut und ein Mosaik für die 10 KV-Anlage und ein Netzleitsystem wird in der Warte installiert.


1996-98
werden die Turbinenregelungen der Maschinen 1-5 auf elektronische Regler (SPS) der Fa. Voith aus St. Pölten ausgetauscht.

2001: Sanierung der Wehranlage im OW-Bereich

2003: Automatisierung und Einbindung in die ZLT (Zentrale Leittechnik) des Fernheizkraftwerkes. Verbindung über Lichtwellenleiterkabel

2006:
Inbetriebnahme KWB Traunturbine mit Fischaufstieg und Breitenbachturbine.

2009: Umbau KWB Traunturbine.


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