Wärme aus Müll spart neun Millionen Kubikmeter Erdgas - Wels
VON: WELSER RUNDSCHAU
Neue Fernwärmeleitung von der Welser Müllverbrennung in das Stadtzentrum. Bei der Mariensäule in der Adlerstraße drehten...
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... am Freitag die E-Werk-Vorstände Erich Rondonell und Gerhard Weiß mit Energie-AG General Leo Windtner, dem Welser Vizebürgermeister Hermann Wimmer und Landesrat Rudi Anschober am richtigen Rad und es wurde ihnen dabei warm ums Herz. Der Grund ist die Inbetriebnahme der neuen Fernwärmeleitung, die bis zu 4000 Haushalte mit Abwärme aus der Welser Müllverbrennung versorgen kann. Das ersetzt rund neun Millionen Kubikmeter Erdas und reduziert die CO2-Belastung um 17.000 Tonnen pro Jahr. "Die WAV darf sich jetzt in die Reihe der Klimaretter stellen", sagte Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner bei der Inbetriebnahme. Die Fernwärmeleitung kann im Sommer die gesamte in Wels benötigte Wärme liefern, im Winter bis zu 50 Prozent. "100 Prozent erneuerbare Energie bei Fernwärme ist das Ziel", so Vizebürgermeister Wimmer. 2009 werde die Stadt Wels gezielte Maßnahmen zu mehr Energieeffizienz fortsetzen, kündigt er an. Bei thermischer Gebäudesanierung soll es eine großangelegte Aktion geben und Wels werde sternförmig mit Solarthermie überzogen. Die 4,8 Kilometer lange Fernwärmeleitung von der Welser Müllverbrennung bis zur Kreuzung Adlerstraße (Traunpark) ist von der AVE als Bauherr und den Unternehmen Felbermayr GmbH Wels, Caliqza Basel, VAM und Zauner Group Wallern in sieben Monaten Bauzeit errichtet worden. Laut E-Werk- Direktor Gerhard Weiß ist durch diese Anlage ein stabiler Fernwärmepreis gewährleistet. Die ursprünglich veranschlagten Errichtungskosten stiegen von 6,8 Millionen auf 7,8 Millionen Euro - unter anderem deshalb, weil der Leitungsstrang nicht über den Traundamm sondern über die Boschstraße führt. In der Welser Müllverbrennungsanlage werden jährlich 300.000 Tonnen Restabfall aus allen Bezirken Oberösterreichs thermisch verwertet. Die neue Leitung kann 30 bis 100 Gigawattstunden Wärme ins Netz liefern. Anschober wünscht sich viele solche Projekte. Laut einer aktuellen Studie, liegt das Abwärmepotenzial in Oberösterreich bei rund 1000 Megawatt. "Das entspricht einem Reaktorblock in Temelin", so der grüne Landesrat. |






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